Nikolaus Ludwig von Zinzendorf
Wohlan der Bundes-GOtt hat sich recht treu erzeigt, Wir wissen was er jüngst vor neue Wunder übte, Wie hoch hat er erhöht die er so tieff gebeugt, Wie hat er die erfreut, die er zuvor betrübte.
Geliebte! da Euch GOtt den schönen Vorzug gönnt, Daß Jhr in seiner Furcht die Sache angefangen, Daß Euch sein Gnaden-Ruff zur heilgen Eh ernennt, So suchet ewiglich in diesem Schmuck zu prangen.
Drum nehmet Euch doch nichts in eurem Leben für, Dabey der treue HErr nicht Rath und That gewesen: Der HErr eröffne Euch des Glücks und Creutzes Thür, Er leg Euch Kranckheit auf, er lasse euch genesen.
Er selber mach es Euch ietzt leicht, und morgen schwer, So, wie Was Euch begegnen kan, das alles schaffe Damit Jhr Lieb und Leid von Jhm zu fordern wisset.
Er sey der erste Grund, der Mittel-Punct, und Schluß Von allem Euren Thun: sein Stecken müß Euch weyden: Er zuckre jeden Kampff mit seiner Gunst Genuß, Und woll Euch allen Trost der Creatur verleiden.
Wie süsse schmeckt das Brod, das Wie labet uns der Tranck, den Wohl einer jeden Seel, die Und
Mein Bruder, deine Ruh wird meinen Geist erfreun, Und die Zufriedenheit der werthen Wird mir ein Gnaden-Lohn von GOttes Güte seyn, Die Euer Eheband im Wächter-Rath erkohren,
Erinnert Euch nur offt, was von Was von der Und von Auf Reminiscere Das war der Verlöbniß-Tag, und jenes der Inhalt damaliger Reden. ist ansgesprochen worden.
Herr höre mein Gebet, und siehe gnädig an Die Kinder, die Jhr Glück in deiner Hand gefunden: Brich Jhnen überall die schöne Vermähle Sie mit Dir, so sind sie fest verbunden.
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