Die Christen gehn von Ort zu Ort,
Gerade durch den Jammer,
Und kommen in den Friedens-Port,
Und ruhn in ihrer Kammer.
Gott hält der Seelen Lauf
Durch sein Umarmen auf;
Das Weitzen-Korn wird in sein Beet,
Auf Hofnung reicher Frucht, gesät.
Wie seyd ihr doch so wohl gereist,
Gelobt seyn eure Schritte,
Du allbereit befreyter Geist,
Du noch verschloßne Hütte!
Den rührt der Bräutigam
Mit sanfter Liebes-Flamm;
Die deckt in ungestöhrter Ruh
Der Liebe stiller Schatten zu.
Wir freun uns in Gelassenheit
Der grossen Offenbahrung.
Indessen bleibt dein Pilger-Kleid
In heiliger Verwahrung.
Wie ist dein Glück so groß!
Sey froh im Gnaden-Schooß!
Die Liebe führ uns gleiche Bahn,
So tief hinab, so hoch hinan!