Bisher habt ihr nichts gebeten im meinen Nahmen.
O Wort! das Geist und Hertz erschreckt,
Ach Menschen-Kinder! merckt, was wohl darhinter steckt;
Ihr habet das Gesetz vorsetzlich übertreten,
Und dißfals möcht ihr Tag und Nacht,
Wann das Gewissen ausgewacht,
In Buß und Andacht beten:
Vergib, o Vater! unsre Schult,
Und habe noch mit uns Gedult,
Wenn wir in Andacht beten
Und sagen, Herr auf dein Geheiß:
Ach rede nicht mehr Sprüchworts weiß,
Hilff uns vielmehr vertreten.
In der Welt habt ihr Angst, aber seyd getrost, ich habe die Welt überwunden.
Ich will leiden, ich will schweigen,
Jesus wird mir Hülff erzeigen
Denn er tröst mich nach dem Schmertz.
Weicht ihr Sorgen! flieht ihr Klagen!
Seele, du darffst nicht verzagen,
Fasse dich betrübtes Hertz.