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Dom. Jubilate

Christiana Mariana von Ziegler

Wer solte nicht in Klagen untergehn? Wann uns das Liebste wird entrissen. Der Seelen Heyl die Zuflucht krancker Hertzen Acht nicht auf unsre Schmertzen.

Kein Artzt ist ausser dir zu finden, Ich suche durch gantz Gilead, Wer heilt die Wunden meiner Sünden? Da man hier keinen Balsam hat.

Verbirgst du dich, so muß ich sterben. Erbarme dich, ach höre doch! Du suchest ja nicht mein Verderben, Drum hofft mein armes Hertze noch.

Du wirst, mein Heyland, mich schon nach der Angst erquicken. Wohlan! ich will mich auch zu deiner Ankunfft schicken. Ich traue dem Verheissungs-Wort, Daß meine Traurigkeit,

Und diß vielleicht in kurtzer Zeit, Nach bäng- und ängstlichen Gebehrden, In Freude soll verkehret werden. Erhohlet euch, betrübte Sinnen!

Ihr thut euch selber allzu weh; Laßt von dem traurigen Beginnen, Eh ich in Thränen untergeh, Mein Jesus läst sich wieder sehen,

O Freude, der nichts gleichen kan! Wiewohl ist mir dadurch geschehen! Nimm, nimm mein Hertz zum Opffer an.

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