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1717

28. Ode

Christiana Mariana von Ziegler

Ach dichte keine Klagen, Denk nur auf Scherz und Lust. Du darfst nichts weiter sagen, Dein Schmerz ist mir bewust.

Und kannst du ja nicht schweigen, So sprich von deiner Pein, Ich werde dir auch zeigen, Wie zärtlich werd ich zeigen,

Daß du sollst glücklich seyn. Ja Chloris wird dich lieben, Die deinen Brand erregt. Von deinen reinen Trieben

Wird Herz und Geist bewegt. Verbanne Schmerz und Leiden, Ich merk auf deinen Blick, Und kann dich schwerlich meiden,

Ich kann dich gar nicht meiden, Ich küsse mein Geschick. Dein Liebstes, dein Vergnügen Lebt nur allein vor dich,

Mein Auge kann nicht trügen Du bleibst mein ander ich. Laß nur dein Herze brennen, Die Glut ergreift mich schon,

Denn hör ich dich nur nennen, Nur deinen Namen nennen, Rührt mich der sanfte Thon. Dein Wunsch ist eingetroffen,

Daß dich mein Herze liebt. So kannst du alles hoffen Was dir Vergnügen giebt. Denn was du mir willst geben,

Bekommst du schon von mir. Ich habe nur ein Leben, Ach nur ein einzig Leben; Und das gehöret dir.

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28. Ode · Christiana Mariana von Ziegler · Poetry Cove