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1619–1689

XvII . Ein Muster Gemeiner Art so sich mit Weiblichen Versen anfähet.

Philipp von Zesen

Was unser Rund die große Welt ümbgreiffet was durch das licht der rothen Sonnen reiffet was geht und steht was lebet schleicht und kreucht hatt seine zeit so weit der Himmel reicht.

An dieses licht der Welt gebohren werden und wiederümb genommen von der erden hatt seine zeit; Zunehmen und vergehn verwelcken auch und voll in blühen stehn

hatt seine zeit; Das rotten pflantzen hauen das würgen auch das heilen brechen bauen hatt seine zeit in klag’ und lachen seyn der tantz das leid das wohler gehn die pein

hatt seine zeit; stein-suchen steine streuen das hertzen auch mit schertzen sich erfreuen von küsson weit und schertzen ferne seyn hatt seine zeit, verliehren samlen ein.

Zureißen auch zunehen werffen halten hatt seine zeit; veriüngen und veralten das lieben auch und hassen fried und streit ja alles hatt bestimmte stund’ und zeit. Pred. Sal 3

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