Was unser Rund die große Welt ümbgreiffet
was durch das licht der rothen Sonnen reiffet
was geht und steht was lebet schleicht und kreucht
hatt seine zeit so weit der Himmel reicht.
An dieses licht der Welt gebohren werden
und wiederümb genommen von der erden
hatt seine zeit; Zunehmen und vergehn
verwelcken auch und voll in blühen stehn
hatt seine zeit; Das rotten pflantzen hauen
das würgen auch das heilen brechen bauen
hatt seine zeit in klag’ und lachen seyn
der tantz das leid das wohler gehn die pein
hatt seine zeit; stein-suchen steine streuen
das hertzen auch mit schertzen sich erfreuen
von küsson weit und schertzen ferne seyn
hatt seine zeit, verliehren samlen ein.
Zureißen auch zunehen werffen halten
hatt seine zeit; veriüngen und veralten
das lieben auch und hassen fried und streit
ja alles hatt bestimmte stund’ und zeit. Pred. Sal 3