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1619–1689

X. Anapästisch Sonnet.

Philipp von Zesen

Jhr Wälder und Felder jhr Thäler und Steine Ach sehet die Thränen den traurigen Sinn Wie ein samich sitze wie traurig ich bin Laßt eure begrünte Lust trauren jhr Haine

Weil keine mich tröstet muß sitzen alleine Muß klagen Leid-tragen und zagen forthin Betrübnüs ist jtzo mein bester gewinn; Ich ächtze vor Langmuth bin ähnlich dem scheine

und niemand erbarmet sich memer jtzund Die Wangen seyn tunckel der rößlichte Mund Verblasset vor Thränen der Odem verschwindet Ich ruffe mit kräfften und seuftze mit macht

Wenn Hesperus schildert und Venus erwacht Da niemand das klagen und seustzen empfindet.

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