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1619–1689

Von der Ewigkeit.

Philipp von Zesen

Was ist dis für ein schweres wort das marck ein bein ver- zehret? Das selbsten der Bered samkeit das sprechen bem̃t und wehret? Vor dem die welt erzittern muß vor dem ich tag und nacht

Wenn gleich kein einig stern noch licht am hohen Himmel wacht Gantz schlaffleß und voll schrecken bin? das mier erregt viel schmertzen

Das durch sein langes ewig-seyn ein pfeil in meinem hertzen Das ich durch diesen Reim und Vers wie lang er auch mag seyn Mitt nichten doch aussprechen kann

Ein wort von staal und Deamant so Ewigkeit genennet Für dem der Him̃el selbsten sich noch viel zuschwach erkennet Ein wort so hertz und sinn erregt nach unvergängligkeit Mit feuriger begier zustehn; ein End unendlich weit.

Es wird der Hellen schwartzer schwall je mehr und mehr ent- zündet Das Feuer brennt und wird doch nicht die Endschafft ausge- gründet

Es schmeckt nach lauter Ewigkeit so nimmermehr zerrinnt Das dreygeschnautzte Hellenthier kein ende ja gewinnt. Hingegen aber bleibet auch unendlich solche wonne Die allen Frommen hatt bereit die Secl- und Lebens-Sonne;

Drümd laß mich ja nur büßen hier laß leiden angst vn spott Daß ich in freuden ewig sey hernach dey dier

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