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1619–1689

Von der Eitelen Welt-freude daß sie flüchtig sey.

Philipp von Zesen

Ach wie eitel seyn die sachen die uns sollen lustig machen! dieses lachen und das bittre Zucker-wort

das uns an ein solches ort ziher fort da die schnöden Lüste stehen das muß mit der zeit vergehen

für und für. Mein? wo bleiben die geberden? die so weit geholet werden hier auf Erden?

Wird nicht blass der rothe Mund der so manches Hertz verwundt auf den grund dem die schönsten Rosen wichen

und vor jhm so gar verblichen? er muß fort. Alle Lust und Freud’ ist flüchtig Alles was wir thun ist nichtig

gantz untüchtig Selbst der Leib ob er gleich schön kann die länge nicht bestehn muß vergehn.

ja der gantze Kreiß der Erden muß durch gluth zu nichte werden mit der zeit. Wohl! was wollen wir noch prangen

und der eitlen Ehr’ anhangen mit verlangen? Da doch alles nur verschwindt was mann hier auff Erden find

wie der wind; drümb will ich nach jenem trachten und das Weltliche verachten Welt ade!

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