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1619–1689

Sonnet.

Philipp von Zesen

Monde dessen blasser Schein bey der braunen nacht sich zeiget und jhr güldnen Him̃els-Lichter gönnet uns doch euer licht schim̃ert doch mit euren strahlen biß der frühe tag anbricht

wolt jhr nicht? hier ist der glantz wo mich nicht jhr blitz betreu- so aus jhren augen geht und in mein gesichte steiget (get bleib sicht

das den Liljen das den Rosen ja der Sonnen weichet nicht; Bleibe bey uns diese Nacht da das süße Lafft-volck schweiget da die Sonne nicht mehr scheinet und das traure uns besitzt sey mein Licht und meine Sone wetl so lieblich zu mir blitzt

deiner augen güldnes Licht wenn der Abend köm̃t gegangen wen die trübe nacht hergehet und das schwartze trauer kleid ümb den braunen Körper hüllet: zeige deine liebligkeit dein gewohntes freundlich-sehn zeige deine Rosen-wangen!

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