Wann der Tag das Kind der Sonnen
aus dem güldnen Zimmer geht
wann die Fackel ist entbronnen
und das Feld entdecket steht
wann die Vogel singen
und die stügel schwingen
ist mein Hertze schon bereit
Dich
Meine seustzen wollen brechen
aus dem munde vor der zeit.
Nach demselben mier verlanget
das dem Himmel ist bewust
der mit solchen sachen pranget
da nur lauter Lieb und Lust
da die Cherubienen
jhrem Schöpfer dienen
da die Engel allzumahl
Jhre stimmen hoch erschwingen
und die süßen Lieder singen
durch den großen Himmels-saal.
Da ist freude da ist wonne
da empfindt mann keine nacht
da entspringt die Lebens-Sonne
die aus trauren freude macht
da wir in dem Leben
ewig werden schweben
und genießen solche Lust;
da die Lebens-quelle fließen
und in ströme sich ergießen
wie den Frommen ist bewust.
Drümb entweicht jhr schnöden sachen!
keine Lust ist auf der Welt
Die uns kann recht frölich machen
Sie ist nur ein Trauer-feld
jhre freude weichet
jhre lust verbleichet
Alles ist nur eitel hier;
Drümb hab’ ich mich Gott ergeben
und verhoffe bald zu leben
in verklährter Leibes-zier.