Wje lange wil meiner der HErre vergessen?
Wie lange verbürgstu dein Antlitz für mir?
Wie lange sol kummer und sorge mich fressen?
und ängsten mein Hertze mein Leben allhier?
Wie lange sol wüten
und toben der Feind?
Wann wiltu mir bieten
Die Rechte die sonsten mich treulich gemeint?
Mein flehen und bitten
Erleuchte die Augen laß scheinen dein Licht
Dem schrecklichen schlaaffe des Todes auch wehre
Auf daß sich mein Hasser erlustige nicht;
Auf daß sich aufs neue
Nicht rühme der Feind;
Auf daß sich nicht freue
Der welcher mich allezeit fälschlich gemeint.
Doch hoff’ ich und traue der göttlichen Güte
Die Gnade des Höchsten erfreuet mich so
Es hilffet ja gerne dein Vater-gemüthe
Du hilffest und machest mein Hertzerecht froh
Drümb will ich auch singen
Den HErren nun an
Ich wil mich erschwingen
Dieweil er mir alles zum besten gethan!