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Schäffer-liedbei der Amstel

Philipp von Zesen

Schöner flus bei dessen strande seine liebe Liebste wohnt die ihn lägt in schweere bande und mit harten worten lohnt

steh' und hämme deine fluht ihm zu guht. Höhre wie er sich beklaget für der Allerliebsten tühr;

schaue wie er zittrend zaget und darf selbsten nicht zu ihr. Seiner wangen farb' entweicht und verbleicht.

Er wird itzt in ohnmacht fallen noch flüht seine Schäfferin die er liebt führ andern allen und die ihn von anbegin

selbst so hertzlich hat geliebt nuhn betrübt. Ihrer schönen augen sterne das beflamte blitzel-zwei

blikt itzund nicht mehr so gerne seind erzürnt und werden scheu: ihre for-beliebte zier weicht von hier.

Sie erkänt und sieht ihn klagen aber hören wil sie nicht noch mit ihm ein leiden tragen; Mahrhold Mahrhold wie sie spricht

ist mein feind: drüm heiss' ich ihn von mier ziehn. Nicht so scharf o Schäfferinne Mahrhold hat kein feindlichs hertz:

halt o harte halt nuhr inne; doch es ist vielleicht dein schertz und auf sturm folgt ins gemein Sonnen-schein.

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