Schöner flus bei dessen strande
seine liebe Liebste wohnt
die ihn lägt in schweere bande
und mit harten worten lohnt
steh' und hämme deine fluht
ihm zu guht.
Höhre wie er sich beklaget
für der Allerliebsten tühr;
schaue wie er zittrend zaget
und darf selbsten nicht zu ihr.
Seiner wangen farb' entweicht
und verbleicht.
Er wird itzt in ohnmacht fallen
noch flüht seine Schäfferin
die er liebt führ andern allen
und die ihn von anbegin
selbst so hertzlich hat geliebt
nuhn betrübt.
Ihrer schönen augen sterne
das beflamte blitzel-zwei
blikt itzund nicht mehr so gerne
seind erzürnt und werden scheu:
ihre for-beliebte zier
weicht von hier.
Sie erkänt und sieht ihn klagen
aber hören wil sie nicht
noch mit ihm ein leiden tragen;
Mahrhold Mahrhold wie sie spricht
ist mein feind: drüm heiss' ich ihn
von mier ziehn.
Nicht so scharf o Schäfferinne
Mahrhold hat kein feindlichs hertz:
halt o harte halt nuhr inne;
doch es ist vielleicht dein schertz
und auf sturm folgt ins gemein
Sonnen-schein.