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Klage-lied auf das ufer der Seene

Philipp von Zesen

Süße Seene die fohr diesen durch die schöhn-begrühnte wiesen mit verbuhltem stammern schos lief und flos

itzund aber steht befröhren: und ihr Halb-göttinnen fast dieses klage-lied zu ohren das euch singt ein fremder gast.

Fug und macht hab' ich zu klagen und mein leid Dier fohr zu tragen schöner flus; dan du allein must es sein

dem ich zeuge meine schmerzen welch' ein unmänsch setzt hindan und führ hart-verstoktem herzen nicht begehrt zu hören an.

Wie seid ihrs! ihr Parisinnen und ihr freundlichen Seeninnen denen sich ein König giebt gantz verliebt?

die den mund verstummen machen: und ihr Götter dieser fluht die als Götter hört den schwachen und wie götsen hülfe tuht?

Wie! seid ihrs die ohn' erbarmen mich so hart-bedrängten armen laßen zaplen in gefahr gantz und gahr?

Ohren habet ihr zu hören aber hände bei zu stehn und das übel abzukehren wollen euch nuhn gantz entgehn.

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