Lentz Sommer Herbst Winter und andere zeiten Die müssen uns dienen zur Nahrung und kost: Der Frühling lässt Streuser und Kräntze bereiten Gibt Blumen und Kreuter und ändert den frost
Jm Frühling die Vogel sich nehren und mehren Sie singen und klingen und laßen sich hören Daß Thäler und Wälder und Felder zugleich Daß alles erschallet und wallet vor freuden!
Wo Coridon Phillis und andere weiden; Die Wiese voll Blumen voll Fische der Teich Muß unser Ergötzligkeit helffen vermehren; Die Beume die blühen und grünen mit macht
Die Hirsche seyn lustig und laßen sich hören Ein jedes so lebet und schwebet das lacht. Es muß uns der Sommer und Herbest auch dienen Der unsere Kammer und Scheinen erfüllt;
Es geben uns Honig im Sommer die Bienen Die Felder und Wälder Getreydich und Wild; Der Herbest muß allerley Obest uns geben Bald äpfel bald Birnen bald edele Reben;
Der Herbest verehret und mehret den Wein Der unsere Keller und Tafeln auszieret Der frölich uns machet und Lieder gebühret Der unsern Geist treibet zu tichten allein.
Die Letzte Zeit aber der Winter auch nützet Da Netze den Vogeln und Hasen mann stellt Die Spisse mann spicker die Stuben erhitzet Da sich ein jeder zur Liebsten gesellt.
Jtzt hatt sich der Frühling auch widergefunden Die lieblichen stunden Da alles sich freuet und frölich erzeigt Die Sonne viel höher als sonsten aufsteigt
Der Winter vergehet Der Frühling entstehet Die fröliche zeit; Der Wechsel der Zeiten uns höchlich erfreut:
Drümb lustig jhr Brüder Singt allerley Lieder Es führet uns selbsten die schöne Natur und zeiget die spur
Zur Fröligkeit an und öfnet die bahn.
Cookies on Poetry Cove