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Der Veränderung

Philipp von Zesen

Zwo seind zu viel die du uns hast gebohren Veränderung. Verlohren verlohren geht die Freude wann das leiden das bastärt sie macht scheiden.

Ein kind ist guht: das andre stürmt und tämmt den muht. Bringt uns ein mahnd der Mannen und der Märsen die frühe lilj' aus Persen;

so folgen nach die bunten oster-wochen und kommen aus-gebrochen in froher tracht mit vielgefärbter tulpen-tracht.

Drauf brechen an des Rosen-mahndes lüste die zier der frohen brüste in keuscher schaam mit milch' und bluht besprühet: dan milcht die ros' und blühet;

dan bluhten sie die lieblichen die schönen Rosen die. Sie tauren noch am längsten unter allen und wan sie ja verfallen;

dan fallen auch darnieder alle freuden ach weh! verkehrt in leiden. dan stirbt zur stund die gantze lust mit Rosemund.

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