Warümb ist der Himmel offen? Laß uns hoffen. Wird die Nacht nicht hell und klar? Es ist wahr.
Siht mann nicht den Mond verbleichen? Er muß weichen. Das gestirnte Wolcken-heer Fliht je mehr und mehr;
Es entspringt ein neues Licht Das mit solchen güldnen strahlen Durch die fünstern Nächte bricht und der Wölcken-zelt kann mahlen
Mit Rubien und Hyacinth Das den Nächten abgewinnt. Was doch hört mann an dem Himmel? Ein getümmel.
und was ist das vor ein klang? Ein Gesang. Der dort aus den Lüfften wallet? Ja es schallet.
Eine süße Melodey Macht uns Kummers-frey. Hör ich oder deucht mich so Dort die güldnen Cherubienen
Ach wie seyn sie doch so froh Mit den klahren Seraphinen Höre das liebliche gethön Ach wie klingt es nur so schön!
Freuet Euch alle seyd frölich im HErrn Das trauren sey ferrn Kommet und schauet und fürchtet Euch nicht Ein edeles Licht
Ist jtzund auffgangen Mit güldenen Wangen O Fröliche zen Jesus der Heyland ist heute gebohren
Welcher zum Spiegel der Gottheit erkohren Wird jtzund auch fleischlich bekleidt O fröliche Zeit! Wer ists der sich hier einstellt?
unser Held. Der dort ligt auf Stroh und Heu Sünden-frey? Ach wie zieht Er ein die Lippen
In der Krippen Dessen Hände-werck wir seyn Der uns nehrt allein Der des Großen Gottes Sohn
Mischt sich in der Menschen-Orden Hat verlaßen seinen Thron und ist unser Bruder worden: Himmel Erde Lufft und Meer
und was drinnen freut sich sehr. Wje mag dieses gehen zu? Gleube du. Muß Vernunfft dann schweigen hier?
Gleube mier. Ey so nehm ich Adlers-augen! Ja die taugen. Denn ein Adler höher nicht
Durch die Wolcken bricht Wenn er seine kleine Zucht In dem Neste nicht mehr sihet; Also meiner Sinnen-flucht
Sich zu schwingen nicht bemühet Weiter in die tieffe nein; Söndern hier soll Glaube seyn. Sey uns willkommen du Himlisches Kind
So Friedlich gesinnt öffnet die Thore der Hertzog köm̃t an Erweitert die Bahn. Der König der Ehren
Der lässet sich hören O heiliges Licht! Hertzog du Hertze des Friedens wilkommen Friede wird heute verkündigt den Frommen
und zeiget sein güldnes Gesicht O heiliges Licht! Köm̃stu schönster Held zu mier? Ja zu dier.
Wie sol das verschulden ich? Liebe mich. Sol nach deiner Lieb ich streben? Ja mein Leben.
Ey so komm: Ich bin verwundt Küsse meinen Mund O du süßer Breutigam Du Beherscher aller Hertzen
Lesche meine keusche Flamm und der Liebe süße schmertzen Ich bin dein und Du bist mein und Dich lieb’ Ich nur allein.
Wer benim̃t uns so den Muth? Liebes-gluth: Frauen-Liebe brennt wohl sehr Diese mehr.
Ja es halten deine Wangen Mich gefangen O du güldner Friedens-Held Der mir nur gefällt.
Gib daß unser Vaterland Mag gedoppelt widerschauen Was der Feind von uns gewandt und den stoltzen Frieden bauen
Daß die gantze Christenheit Dich erheb’ in Ewigkeit. Ehret den HErren lobsinget dem HErrn Preiset jhn gern.
Himmel und Erde laß hören ein Lied Sey jmmer bemüht Die Stimme zu schwingen Den Heiland zu singen
Zu jtziger zeit. Ehre sey Gott in der Höhe dem mächtigen HErren Frieden auf Erden; unfriede sey ferren! Die Menschen seyn höchlich erfreut
Zu jtziger Zeit!
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