Wann schon die Sonne scheint einmahl
und durch die Wolcken blicket
Graß Laub und Thier erquicket
Macht lustig Feld und Tahl:
Kömmt doch das ungewitter
und macht die Freude bitter
Wann sich der Sturm erhebt
Das Meer und Erd' erböbt
Der Vogel Zahl
schweigt allzumahl
kein Tierelier
schwingt sich herfür;
Der Sonnen Licht
Kann zeigen nicht
Den güldnen Glantz das liebliche Gesicht.
Also wenn schon das Glück sich zeigt
und uns einmahl anlachet
Viel Lust und Freude machet
Wenn Sturm und Wetter schweigt;
Bald aber kömmt mit Hauffen
Das ungelück gelauffen
Wie Schnee und Eiß zergeht
Die Blume nicht besteht
So eylt zurück
das schnöde Glück
und weicht mit Macht
Zu Tag und Nacht;
Es eylt und flüht
So bald es blüht
Ist nur allein auff Flüchtigkeit bemüht.