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Das Zehende LiedAuff eine vornehme Hochzeit

Philipp von Zesen

Platz! platz! höret auff zu tantzen Schließt den Reyhen reumt den Saal Seht der Liebe güldne Lantzen! Seht der Pfeile Blitz und Straal!

Wie tantzen die Lantzen wie eylen die Pfeile Wie blitzen die Augen der beyden allhier! Sie funckeln im dunckeln bey nächtlicher weile Wie sonsten die Sterne von ferne voll Zier.

Sie wincken und blincken und wollen zur Ruh Drümb stille! fein stille! helfft immer dazu. Licht und Fackel brennen schone Juno zieht den Vorhang auff

Weist Euch schönes Paar zum Throne Da Ihr spielen solt zu Hauff; Cupido der kleine Schalck tantzet vor Freuden Er schwinget die Flügel und springet vorher

weil Ihr euch o Schöne wolt sondern und scheiden von Euren Gespielen; das lachet itzt Er: So balde sein Flammen sich schwinget empor So balde steht alles in Freuden und Flor.

Ey so geht Herr Doctor gehet Führet eure Braut mit euch Sehet wie sie fertig stehet und begehrt die Ruh zugleich.

So offte sie lächelt verschwindet der schmertze das machet ihr herrlich und ehrlich Geschlecht; Es hüpffet und tantzet im Leibe das Hertze Sie liebet Euch hertzlich und meinet euch recht.

Geht eylend; der Himmel ist schone bereit Euch beyde zu segnen O gehet bey zeit!

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