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Das Zehende Lied

Philipp von Zesen

Liebste wie seyd ihr so sehre bemühet Daß ich Euch itzo muß laßen und zihn Wisst ihr nicht unser Gelücke das blühet Hertzes Lieb güldner Schatz schönster Rubien;

Ach laßet mich zihen Ich wil mich bemühen und schicken dazu Bald wider zu kommen

Zu eueren frommen; Lebet in dessen in Frieden und Ruh! Lebet in dessen ach! Liebeste lebet lebet und dencket im besten an mich

Euer so treues Gemüthe das schwebet Mir vor dem Hertzen und zihets an sich, und schreibet die Treue mit Demand auffs neue

Zu innerst hinnein; Macht euer Gesichte Nicht also zu nichte Stillet das weinen und laßet es seyn.

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Das Zehende Lied · Philipp von Zesen · Poetry Cove