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Das vierzehnde Lied

Philipp von Zesen

Wo ist doch meine Rosemund die mier mein hertz macht wund? Schau hier kommt sie Dier ihr leben gantz zu geben.

Der himmel mag stürmen mag hitzen und blitzen wan unter dem schirme der Liebe wier sitzen. Wier können uns lieben ohn' alles betrüben

dieweil uns die liebe so lieblich anblikt ja weil es sich alles zur fröligkeit schikt. Auf! kehre wieder Rosemund und komm ach! kom zur stund.

Schau ich komm' und kehre wieder zu dir nieder. Die Liebe die liebliche Fürstin der sinnen ergetzt uns und letzt uns von aussen und innen;

es sollen die hertzen in schmertzen und schertzen nuhn beide zusammen stets flammen mit lust Die allen recht-liebenden bleibet bewust.

Der Mahn sucht stets sein Sonnen-licht weil ihm sein glantz gebricht: und den kühlen Mahn die Sonne ihre wonne.

Die Sonne giebt wonne giebt wärme den saaten der Mande befeuchtet sie daß sie gerahten: Sie wärmet die felder Er kühlet die wälder:

so tuhn auch zwei Liebsten in liebe verstrükt mit seeligen lieblichen stunden beglükt.

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