Wer in seiner Lebens-Zeit
Nur ist auff Einsamkeit beflissen
Solcher hasset Freundligkeit
und achtet gäntzlich nicht was weise Leute wissen
Wil auch kein weiser Mensche seyn;
Verwirfft der Schrifften hellen Schein
So ein anders bringen für
Wanns schon befihlt der Römer Jupiter
So muß doch diß was uns gebeut der Herr
Den Vorgang haben hier.
Alles was mann findet hier
Auff diesem weiten Rund der Erden
Das muß lieben für und für:
Die Sternen wincken sich mit lieblichen Geberden;
Der fetten Erlen grüne Zier
So liebt die Flüsse für und für
Giebt dem grünen gute Nacht
Wenn sich verliert der Flüsse Feuchtigkeit;
Das Volck der Lufft kann auch nicht allezeit
Vermeiden Liebes-Macht.
Drüm seyd Herr Breutgam dran
Laßt schwinden Einsamkeit greifft nun mit Freuden an
Der Ehe Zucker-süßen Streit
So Juno hatt bereit:
Dann Weißheit wil nun auch durch Liebes-band
verbunden seyn mit Euch in diesen Stand:
Gott gebe Glück und Heil dazu
und stille Friedens-Ruh!