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Das vier und zwantzigste Lied

Philipp von Zesen

Träu' im lieben mus man üben bis in das kalte grab. Drüm Adelmunde

dieweil ich diese stunde mus scheiden ab von deinem lieben blikke der mich fast zieht zurükke

so wollst du mich durch unträu' nicht betrüben. Träu' im lieben träu' im lieben träu' im lieben mus man üben. Meinem hertzen

machstdu schmertzen mit deinem letzten blikk'. Dein auge strahlet ins hertz hinein und mahlet

dich ab o glük! dein bildnüs wil ich ehren dein lob sol mancher hören. Ach! Adelmund dis sag' ich ohne schertzen;

meinem hertzen meinem hertzen meinem hertzen machstdu schmertzen. Ach! nuhn scheid' ich ach! nuhn leid' ich

den allerhärtsten stoß. Der seufzer mänge fällt meinem leben strenge; der schmertz wird groß.

Der matten augen blikke gehn stets auf dich zu rükke. Sei meinem Geist zu allerzeit erfreulich. Ach! nun scheid' ich ach! nun scheid' ich ach! nun scheid' ich:

liebe träulich.

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