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Das siebende Lied

Philipp von Zesen

Ludwiche weine nicht mein trautes bild schweig stille halt inne! dan dein wille ist ja der meine nicht und kan es auch nicht sein; dan Rosemund ist mein

die nuhn zehn mahnde lang sich ohne mich befunden im reichen Niederland' am blanken Amstelflus bei Der ich wiederüm die freud' erneuren mus in mehr als tausend stunden.

O Schöne denke nicht daß ich zu euren sitten von meinen ab-geschritten. Nein nein ein Deutsches hertz ist nie so leichte nicht; wer pflicht und träue bricht

ist euren Dienern zwar doch Deutschen nicht zu gleichen. Du sprichst selbst wider dich wan du die Deutschen preis'st und ihre fäste träu so sonnen-klahr erweis'st (ja willig bist zu weichen.)

Du lobest das was du von mier begehrst zu brechen die Deutsche träu zu schwächen. Ich ehre dich weil du so tugend-eifrig bist und was es sonsten ist

o tugendhaftes Bild warüm ich dich kan loben; sonst hätt' ich nicht einmahl die feder angesetzt und mich mit wechselschrift so oft mit dier ergetzt ja dich so hoch erhoben.

Nuhn weil ich mus von Dier den bittern abschied nehmen so wirstdu dich bekwehmen und dich nicht also gar in trübnüs laßen ein; ei laß das weinen sein!

Die alte Deutsche träu sol unverrükt bestehen. Dich küss' ich noch zuletzt nach deines landes brauch und bleibe Dier geneugt so lang' ein wind und hauch aus meinem munde gehen.

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