Ihr Bücher meine Freude
Du leichte Feder du
Die ich zum schreiben schneide
Hört meinen seufftzen zu.
Ich soll Euch nun verlaßen
Wie fang' ichs doch nur an
Soll zihen meine Straßen
Ein' ungebähnte Bahn?
Der Weg wird mier zu lange
Das scheiden ist zu schwer
Es ist mier Angst und bange
und bin bekümmert sehr.
Wer wil die Zeit vertreiben
Die allzu lange Zeit
Wann ich nicht mehr kann schreiben
von meiner Adelheit.
Wenn ich nicht mehr kann lesen
Den Edlen Opitz da
Wie ihm sey lieb gewesen
Die braune Flavia.
Wann Flaccus schöne Lieder
Wenn Maro nicht bey mier
So ist mier nur zu wieder
Die schönste Lust und Zier.
Die Zeit wil nicht verflüßen
Wenn Sappho schweigen muß
Wenn mich nicht kann durchsüßen
Der schwere Pindarus.
Doch weil ich ja soll scheiden
und Euch nicht länger sehn
So hoff' ich sol mit Freuden
Mein wündschen auch geschehn.
In kurtzen komm ich wieder
und dessen tröst' ich mich
Da sollen dann die Lieder
Erst recht anheben sich.