Rubinemund Du zierde der jugend ach! Sonne mahn und stern welche mit hohen strahlen der tugend stets blikket her von fern;
Dich o du Königin aller jungfrauen mus ich zwar meiden dännoch nicht neiden dein schönes gesicht.
Rubinemund Du kanst es nicht gläuben was ich itzt leiden mus; träu und beständig werd' ich verbleiben ob auch mein Himmels-schlus
mich schon entfernet und reisset von hinnen: Liebe giebt Ehre selten gehöre doch mus es hier sein.
Werd' ich nicht wohl der stunden gedenken und auch das liebe feld ewig mit tausend wündschen beschenken da Du o zier der welt
reitztest mit pfeilen mein schüchternes hertze ja es verletztest ewig versetztest in leiden und pein.
Da mier dein erstes blikken und lachen ein rechter liebes-strük der mier das hertz mit schmertzlichen sachen mit grauen angst und schrik
füllte verhüllte ja stillte die freuden brachte mier leiden machte mich scheiden o Freiheit von dier.
Es hat zwar Utrecht manchen bestrükket ja Frankreich Engeland hat auch die härtesten hertzen verzükket durch jäher liebe brand:
doch hat kein Frauenbild können verwunden können verzükken können verstrükken so eilend als Du.
Rubienemund dieweil Du mein leben so sehr gekränket hast ei so vergönne daß ich mag geben Dier einen lieben gast
daß ich in träue dein hertze mag küssen daß ich mag schertzen kühlen die schmertzen o Schöne bei Dier.
So scheid' ich ab mit freudigem muhte dieweil mir deine gunst Liebstes Rubienchen kommet zu guhte und lindert meine brunst.
Rubinemund o Rubinemund lebe lebe vol freuden ausser dem leiden Ach lebe stets wohl!
Cookies on Poetry Cove