Schöninne derer strahlen
die sonne dunkel macht
wan sie sich pflegt zu mahlen
mit ihrer morgen-pracht:
ja wan sie tuht den letzten zug
legt an und ab den abend-schmuk.
Für deiner augen blikke
steht ihre zier verbleicht.
Sie flüht für angst zu rükke
wird schaam-roht und entweicht.
Ihr aug' entäugt die deinen nicht:
Ihr fehlt dier aber bleibt das licht.
Dan dieser Sonnen blikke
das blitzel-aug in mier
das meinem muht legt strükke
hat größre macht und zier.
Ihr sterblichen folgt meiner bahn
und bähtet diese Schöhnheit an.
Ihr aber seid beschworen
ihr schönen augen ihr
die nuhr zum schein erkohren
bestrahlt mich für und für:
laßt niemahls euer licht vergehn
und bleibt in einem scheine stehn.