Wer stets mag sitzen neben Dir o Schöne
Schauet dein lachen höret dein Gethöne
Der kan den Göttern gleich geschätzet werden
billich auff Erden.
Diß macht mein Hertze gantz und gar verzücket;
Da ich nur einmahl dein Gesicht erblicket
bin ich verstummet; vor den süßen Reden
muß ich erblöden.
Es steht die Zunge kann auch nicht mehr sprechen
Weil mier die Stimme schone wil gebrechen
Ich bin entzündet die verliebten Flammen
schießen zusammen.
Das Ohr erklinget beyde Lichter weichen
Der Schweiß durchdringet mein Gebeine ingleichen
Schauern und zittern fallen hin und wider
über die Glieder.
Ich bin verblasset wie die dürren Kreuter
Fast gantz entseelet kann auch gar nicht weiter
Der Athem schwindet daß ich nun muß werden
schleinig zur Erden.