O Spiegel der Tugend wie daß du mit schweigen
Die lieblichen Stunden der Jugend verbringst
Kann diese Musike dein Hertze nicht beugen
Daß Schönste du selbsten zur Fröligkeit dringst?
Laß schimmern die Blicke
Komm schaue zurücke
Die Sonne sucht dich:
Dein langes verzihen
Dein stetiges flühen
Wie kan es die Nächte so dulden üm sich?
Die Sonne verfünstert sich selbsten und scheidet
verlässet am Himmel die güldene Spur
So ferne dein Leben ihr Angesicht meidet
Du andere Sonne du schöne Figur.
Kom unser Verlangen
Laß blicken die Wangen
Dein güldenes Licht;
Laß hören dein singen
Dein liebliches klingen
Sonst werden die Tage vor trauren zu nicht.