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Das Erste LiedDer Deutschen Heliconinnen

Philipp von Zesen

Ferdinand du Großer Keyser Dem die Götter allzumahl Palmen- und Oliven-Reyser Schicken aus dem Himmels-Saal;

Höre gnädig was wir bringen und vor deinem Throne singen. Schaue wie der Himmel blickt und sich zu dem Frieden schickt.

Alle Thäler Berg' und Wälder Echo selbsten von Natur Alle Hügel Brüch' und Felder Alle Gründe ruffen nur:

Friede Fried' in allen Landen unserm Großen Ferdinanden! Schaue! wie der Himmel blickt und sich zu dem Frieden schickt.

Oder Donau Muld' und Pleisse Havel Elster Elb' und Saal' Ja der Bober Bill' und Neisse So dir dienstbar allzumahl

Ruffen Fried' in allen Landen unserm Großen Ferdinanden! Schaue! wie der Himmel blickt und sich zu dem Frieden schickt.

Wasser Erde Lufft und Himmel Seyn des Krieges alle satt: Hör ich nicht ein still Getümmel Wie das milde Sternen-Blat

unsern Großen Ferdinanden Friede zeigt in allen Landen? Schaue! wie der Himmel blickt und sich zu dem Frieden schickt.

Nim was dir der Himmel zeuget Was du längst begehret hast Der sich gantz zum Frieden neiget; Ach! so seyn wir schon gefast

Dich O Keyser anzusingen Daß die Wolcken sollen klingen. Schaue wie der Himmel blickt und sich zu dem Frieden schickt.

O! du Gott Europens Erden Herr vor dem der Mond verbleicht Dem die Starcken dienstbar werden Dem kein Gott auff Erden gleicht

Fahre fort! Gott gebe Glücke Daß dein Reich der Fried' anblicke! Mache Fried'; Ein jedermann Ruffet wer nur ruffen kan.

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