Ferdinand du Großer Keyser
Dem die Götter allzumahl
Palmen- und Oliven-Reyser
Schicken aus dem Himmels-Saal;
Höre gnädig was wir bringen
und vor deinem Throne singen.
Schaue wie der Himmel blickt
und sich zu dem Frieden schickt.
Alle Thäler Berg' und Wälder
Echo selbsten von Natur
Alle Hügel Brüch' und Felder
Alle Gründe ruffen nur:
Friede Fried' in allen Landen
unserm Großen Ferdinanden!
Schaue! wie der Himmel blickt
und sich zu dem Frieden schickt.
Oder Donau Muld' und Pleisse
Havel Elster Elb' und Saal'
Ja der Bober Bill' und Neisse
So dir dienstbar allzumahl
Ruffen Fried' in allen Landen
unserm Großen Ferdinanden!
Schaue! wie der Himmel blickt
und sich zu dem Frieden schickt.
Wasser Erde Lufft und Himmel
Seyn des Krieges alle satt:
Hör ich nicht ein still Getümmel
Wie das milde Sternen-Blat
unsern Großen Ferdinanden
Friede zeigt in allen Landen?
Schaue! wie der Himmel blickt
und sich zu dem Frieden schickt.
Nim was dir der Himmel zeuget
Was du längst begehret hast
Der sich gantz zum Frieden neiget;
Ach! so seyn wir schon gefast
Dich O Keyser anzusingen
Daß die Wolcken sollen klingen.
Schaue wie der Himmel blickt
und sich zu dem Frieden schickt.
O! du Gott Europens Erden
Herr vor dem der Mond verbleicht
Dem die Starcken dienstbar werden
Dem kein Gott auff Erden gleicht
Fahre fort! Gott gebe Glücke
Daß dein Reich der Fried' anblicke!
Mache Fried'; Ein jedermann
Ruffet wer nur ruffen kan.