O Nymfe der ich diß zu Ehren singe
O Erdmuth schicke dich zur Fröligkeit
und deinen süßen Toon zugleich erschwinge
Zu loben deinen Gott zu dieser Zeit.
Laß deine Nadel stehn und Faden liegen
Weil itzo bricht herfür dein Nahmens-Licht
Ich seh schon kommen an mit tieffem Bügen
Die Diener deines Herrn der Dier verpflicht.
Was tragen sie doch nur vor schöne Sachen?
Was ist das für ein Wundsch in güldner Schrifft?
Ich der ich dieses seh was sol ich machen
Weil mich itzund nun auch die Ordnung trifft?
Nur einen bloßen Wundsch wil ich dier geben
und was es mehr wird seyn das ich verehr;
Der Himmel gebe Dier ein langes Leben
Damit ich anderwerts den Wundsch vermehr.
Also bistu nun auch von mier gebunden
Du Tugendhafftes Bild voll Lieb und Treu
Diß Band das deinen Arm und Hand ümbwunden
erfodert Traubenblüth das macht dich frey!