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Das Eilffte Lied

Philipp von Zesen

O Nymfe der ich diß zu Ehren singe O Erdmuth schicke dich zur Fröligkeit und deinen süßen Toon zugleich erschwinge Zu loben deinen Gott zu dieser Zeit.

Laß deine Nadel stehn und Faden liegen Weil itzo bricht herfür dein Nahmens-Licht Ich seh schon kommen an mit tieffem Bügen Die Diener deines Herrn der Dier verpflicht.

Was tragen sie doch nur vor schöne Sachen? Was ist das für ein Wundsch in güldner Schrifft? Ich der ich dieses seh was sol ich machen Weil mich itzund nun auch die Ordnung trifft?

Nur einen bloßen Wundsch wil ich dier geben und was es mehr wird seyn das ich verehr; Der Himmel gebe Dier ein langes Leben Damit ich anderwerts den Wundsch vermehr.

Also bistu nun auch von mier gebunden Du Tugendhafftes Bild voll Lieb und Treu Diß Band das deinen Arm und Hand ümbwunden erfodert Traubenblüth das macht dich frey!

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Das Eilffte Lied · Philipp von Zesen · Poetry Cove