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Das Achte Lied

Philipp von Zesen

Wohl dem der sich für und für Letzen kann und laben hier Wo die schönen Blumen stehn und die glatten Hirsche gehn.

Hier ergießet sich ein Fluß Der das Feld befeuchten muß Von den Alben nimmet Er Seinen Gang und leufft anher.

Hier ist ja die güldne Spur Hier bekleidt sich die Natur Mit Tapeten überall untermänget mit Korall.

Das verbuhlte Lufft-volck singt. Mit dem Staar die Lerche ringt unsre Vogel-Meisterin Nimmet doch den Palmen hin.

Dich du schönste Nachtigall lobet selbst der Widerschall Echo das verliebte Kind Nach zu ruffen dier beginnt.

Hatt Athen wohl solche Lust als dier itzund ist bewust? Hat Adonis und Lucan Solche Lust geschauet an?

Nein. Hier ist der Götter seyn Hier ist Pallas Sitz allein Hier ist Venus und ihr Sohn Hier ist Phöbus und sein Thron.

Alle Götter wohnen hier und genießen deiner Zier; Deine Liebligkeit und Lust Ist uns Nymphen wohl bewust.

Drüm sey fruchtbar fort für fort Du O wunder-schöner Ort grüne blühe weil auffsteht Phöbus und zu Bette geht.

und ihr Vogel tiereliert Weil das Gold die Sonne führt; Macht Euch lustig euer Schall Soll erklingen überall.

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