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An die tugend-eifrige Engelmund

Philipp von Zesen

Engelmunde weil die stunde mier gönnet ihr gesicht; so mus ich preisen

mit engel-süßen weisen ihr tugend-licht. Dan balde mus ich scheiden. Ach! was für kurtze freuden

hab' ich bei Ihr! mein sonnenlicht verbleichet. Engelmunden Engelmunden Engelmunden strahl entweichet. Engelmunde hat die stunde

durch ihren engel-mund den man betauet mit engel-tranke schauet bis auf den grund

verzukkert und versüßet. Ihr süßes sprechen flüßet wie honigsäum. Nuhn wil sie weichen. Engelmunden Engelmunden Engelmunden blikke bleichen.

Engelmunde sucht die kunde die ihr nuhr rühmlich ist. Hochweise sinnen

befördern ihr beginnen zu aller frist. Ihr keusches hertze liebet den jenen der sich giebet

der tugend selbst. Nuhn mus ich scheiden. Engelmunden Engelmunden Engelmunden mus ich meiden.

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