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1619–1689

Als Er verreiset.

Philipp von Zesen

Jhr Bücher meine lust und freude du leichte feder du die ich zu meinen Liedern schneide hört meinen seuftzen zu.

Ich soll Euch nun verlaßen wie fang ichs doch nur an soll zihen meine straßen ein’ ungebähnte bahn?

Der Weg wird mir zu lange das scheiden ist zu schwer Es ist mir angst und bange und bin bekümmert sehr.

Wer will die zeit vertreiben die allzulange zeit wann ich nicht mehr kann schreiben von meiner Adelheit.

Wann ich nicht mehr kann lesen den Edlen Opitz da wie jhm sey lieb gewesen die braune Flavia.

Wann Flaccus schöne Lieder wann Maro nicht bey mier so ist mier nur zuwieder die schönste lust und zier.

Die zeit wil nicht verfließen wann Sappho schweigen muß wenn mich nicht kann durchsüßen der schwere Pindarus.

Doch weil ich ja soll scheiden und euch nicht länger sehn so hoff ich soll mit freuden mein wündschen auch geschehn.

In kurtzen komm ich wieder und dessen tröst ich mich da sollen denn die Lieder erst recht anheben sich.

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