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1654

3. Weyh-nacht-Lied

Philipp von Zesen

O Fürsten-Kind auß Davids Stamm O meiner Seelen Breutigam mein Trost mein Heil mein Leben Wie soll ich ewig dancken Dier

Daß Du ins Elend kömmst zu mier? Was soll ich Dier dann geben? es geth und steth außer Leiden nur in Freuden

was man sihet Weil der Friedens-Fürst einzihet. Ich selbsten bin der Freuden voll und weiß nicht was ich schencken soll

dem außerwählten Kinde: Ach! hertzes Kind nim immer hin Nim hin mein Hertze Muth und Sinn und mich mit Lieb' entzünde.

schleuß Dich in mich in mein Hertze daß ich schertze ja dich küsse Dich auch ewig lieben müsse.

Bleib höchster schatz ô mein Sapphier O mein Orion bleib bey mier Du Hoffnung der Verzagten; Du Himmels-tau befeuchte mich

Du Schönstes Manna zeige Dich den Armen und Verzagten. Laß nicht dein Licht hier auff Erden tunckel werden

Laß den Deinen hier dein Wort noch ferner scheinen!

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