O Fürsten-Kind auß Davids Stamm
O meiner Seelen Breutigam
mein Trost mein Heil mein Leben
Wie soll ich ewig dancken Dier
Daß Du ins Elend kömmst zu mier?
Was soll ich Dier dann geben?
es geth und steth
außer Leiden nur in Freuden
was man sihet
Weil der Friedens-Fürst einzihet.
Ich selbsten bin der Freuden voll
und weiß nicht was ich schencken soll
dem außerwählten Kinde:
Ach! hertzes Kind nim immer hin
Nim hin mein Hertze Muth und Sinn
und mich mit Lieb' entzünde.
schleuß Dich in mich
in mein Hertze daß ich schertze
ja dich küsse
Dich auch ewig lieben müsse.
Bleib höchster schatz ô mein Sapphier
O mein Orion bleib bey mier
Du Hoffnung der Verzagten;
Du Himmels-tau befeuchte mich
Du Schönstes Manna zeige Dich
den Armen und Verzagten.
Laß nicht dein Licht
hier auff Erden tunckel werden
Laß den Deinen
hier dein Wort noch ferner scheinen!