Unlängst ist der Neidhart kommen
in das edle Sachsenland
an den blancken Elbenstrand
und sein läger da genommen
wo der große Daphnis wohnt
da die Tugend wird belohnt.
Wolte sich in hohe sachen
o der Thorheit! mischen ein
nichtes kont Jhm eben seyn
wolte tadelhafftig machen
selbsten den berühmten Ort
wo mann hört ein göttlich Wort.
Aus dem Munde gingen flammen
die den edlen Himmels-fluß
der dich Rom auch trotzen muß
solten dämpfen allzusammen;
Brennt er aber noch so sehr
quillt der Fluß doch mehr und mehr.
Wunder! daß sich so erkühnet
dieser schwefel-blaue Mann
den die Helle liebgewann
der den Furien aufdienet
den der Styx gezeuget hatt
und sich nimmer frisset satt.
Neidhart packe dich von hinnen
bleibe wo dein Bleiben ist
wo du sonst herkommen bist
und verübe dein Beginnen
wo der Schwefel-rauch entspringt
und sich in die Lüffte schwingt.
Mann kann deiner wohl entbehren;
Deine Kunst und Zierrath ist
Lästern Lügen Leugnen List;
Ich wil deiner nicht begehren
bin dier feind von anbegin
backe dich nur jmmer hin.
unser Sinn soll doch nicht wancken
sondern standhafft hier bestehn
wo die güldnen quelle gehn;
Er soll bleiben in den schrancken
Er soll seyn zu tag und nacht
auf beständigkeit bedacht.