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1619–1689

1.

Philipp von Zesen

Unlängst ist der Neidhart kommen in das edle Sachsenland an den blancken Elbenstrand und sein läger da genommen

wo der große Daphnis wohnt da die Tugend wird belohnt. Wolte sich in hohe sachen o der Thorheit! mischen ein

nichtes kont Jhm eben seyn wolte tadelhafftig machen selbsten den berühmten Ort wo mann hört ein göttlich Wort.

Aus dem Munde gingen flammen die den edlen Himmels-fluß der dich Rom auch trotzen muß solten dämpfen allzusammen;

Brennt er aber noch so sehr quillt der Fluß doch mehr und mehr. Wunder! daß sich so erkühnet dieser schwefel-blaue Mann

den die Helle liebgewann der den Furien aufdienet den der Styx gezeuget hatt und sich nimmer frisset satt.

Neidhart packe dich von hinnen bleibe wo dein Bleiben ist wo du sonst herkommen bist und verübe dein Beginnen

wo der Schwefel-rauch entspringt und sich in die Lüffte schwingt. Mann kann deiner wohl entbehren; Deine Kunst und Zierrath ist

Lästern Lügen Leugnen List; Ich wil deiner nicht begehren bin dier feind von anbegin backe dich nur jmmer hin.

unser Sinn soll doch nicht wancken sondern standhafft hier bestehn wo die güldnen quelle gehn; Er soll bleiben in den schrancken

Er soll seyn zu tag und nacht auf beständigkeit bedacht.

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