Ich suchte des nachtes im bette mein Leben
Den Liebsten ich suchte doch fand ich Jhn nicht;
Ich konte mich nirgend zu frieden ergeben
Ich weinte von hertzen und suchte mein Licht.
Die Liebes-brunst zwang mich das bette zulaßen
Ich eylte mit macht
Durch schatten und nacht
Lief traurig ernieder und fehlte der straßen
Ich fragte die wacht
Objemand den Liebsten genommen in acht?
Doch fand ich jhn nicht
Mein Leben und Licht
Ich ginge fort sihe! da kam Er gegangen
Da fand ich mein Licht.
O Liebster mein Leben mein bestes Verlangen
Ich halte Mich an Dich und laße dich nicht.
Ich führe dich Liebster bin immer bemühet
Daß meine geliebete Mutter dich sihet
Nun folge mein Licht
Ich laße dich nicht.