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1619–1689

1.

Philipp von Zesen

Ich suchte des nachtes im bette mein Leben Den Liebsten ich suchte doch fand ich Jhn nicht; Ich konte mich nirgend zu frieden ergeben Ich weinte von hertzen und suchte mein Licht.

Die Liebes-brunst zwang mich das bette zulaßen Ich eylte mit macht Durch schatten und nacht Lief traurig ernieder und fehlte der straßen

Ich fragte die wacht Objemand den Liebsten genommen in acht? Doch fand ich jhn nicht Mein Leben und Licht

Ich ginge fort sihe! da kam Er gegangen Da fand ich mein Licht. O Liebster mein Leben mein bestes Verlangen Ich halte Mich an Dich und laße dich nicht.

Ich führe dich Liebster bin immer bemühet Daß meine geliebete Mutter dich sihet Nun folge mein Licht Ich laße dich nicht.

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