Mich hab’ ich dem Liebsten zu eigen gegeben
Er bleibet mein Schönster ich bleibe sein Leben.
Kom̃ Bruder und laß uns aufs Acker-feld gehn
Damit wir des morgens bey zeiten aufstehn
und sehen ob unsere Reben auch blühen
und augen gewonnen
Von hitzen der Sonnen;
Was wiltu verzihen?
Komm eylend mein Licht
und seume dich nicht!
Wir wollen den äpfelbaum heute beschauen
Daselbsten auf wollust und fröligkeit bauen
Da will ich dier geben und zeigen die Brust
Da will ich dich küssen und hertzen mit lust;
Da will ich dier unsere Lilien geben
Da soltu dich laben
Mit allerley gaben
Mein einiges Leben
Drümb eyle mein Licht
und seume dich nicht!