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1619–1689

1.

Philipp von Zesen

Mich hab’ ich dem Liebsten zu eigen gegeben Er bleibet mein Schönster ich bleibe sein Leben. Kom̃ Bruder und laß uns aufs Acker-feld gehn Damit wir des morgens bey zeiten aufstehn

und sehen ob unsere Reben auch blühen und augen gewonnen Von hitzen der Sonnen; Was wiltu verzihen?

Komm eylend mein Licht und seume dich nicht! Wir wollen den äpfelbaum heute beschauen Daselbsten auf wollust und fröligkeit bauen

Da will ich dier geben und zeigen die Brust Da will ich dich küssen und hertzen mit lust; Da will ich dier unsere Lilien geben Da soltu dich laben

Mit allerley gaben Mein einiges Leben Drümb eyle mein Licht und seume dich nicht!

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