Der abend bricht herrein die kühle nacht entspringet da man der Liebe lied mit vollen freüden singet die Kinder kühler lufft seyn auch in stoltzer ruh nur Echo wachet noch und rufft mir jmmerzu
die letzten sylben nach: Ich sehe wie den sternen der fast erblasste mond zu wincken kann von fernen; Nur ich bin ohne trost und wache gantz allein und seuftze fort für fort wenn andre schlaffen ein.
Du ruheft Hedewig und liegst in stoltzem frieden in deinem federzelt ich muß mich noch ermüden und schlaffloß bringen zu die gantze liebe nacht da ich allein auff dich
Des hertzens vorhoff ligt dein rosen-Mund gestillet dein edles Heupt ist auch in küssen eingehüllet; Nur ich bin ohne Trost und wache gantz allein und seuftze fort für fort wenn andre schlaffen ein.
Es kann ein Wandersmann mit lust zu bette gehen wenn auff der himmelsburg die güldnen sterne stehen wenn er den müden tag mit reisen durch gebracht so ruht er sorgen-frey und schläfft die gantze nacht
und wann der frühe tag die Sonne wiederbringet so steht er freudig auff und seinen Gott ansinget nur ich bin ohne trost und wache gantz allein und seuftze fort für fort wenn andre schlaffen ein.
Ich bin in angst un furcht die Eul erbärmlich schreyet Ich höre wie sie mier den bittern todt schon dreuet. Ach schmertz ach weh ach leid! ich ächtze durch die nacht und liege schlaffloß da biß Cynthius erwacht
es schläfft der Arbeitsmann der Drescherruhet süße das stoltze pferd ruht aus fühlt nicht die müden füße nur ich bin ohne trost und wacht gantz allein und seuftze fort für fort wenn andre schlaffen ein.
Ey nun gehab dich wohl Ade du stoltze Dirne Ich ruffe noch dazu zu zengen das gestirne Euch ruff ich zeugen an Jhr thäler meine zier jhr wiesen berg’ und büsch’ und das auch wohnet hier
das Lust-kind ruff ich an und kan es nicht mehr zeugen so wird es dennoch nicht mein letztes wort verschweigen; Daß ich war ohne trost und wachte gantz allein und seuftzte fort für fort wenn andre schlieffen ein.
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