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1619–1689

1.

Philipp von Zesen

Nun hatt mein gemüthe sich erquicket weil das Auge dieses Licht erblicket welches durch die späten Nächte bricht und mich brennt doch ohne flam̄ und Licht.

Kom̃ und lesche diesen brand der Liebe kom̄ und mich nicht länger so betrübe Du mein Auffenthalt und Lebens-zier lindre diesen schmertzen doch an mier.

Nahe dich du güldnes Licht der Freuden; Wiltu denn so bald von mier abscheiden? und mich laßen ohne Sonn und Licht weil die trauren-volle-nacht anbricht.

Sihe wie so schön die Sterne lachen und du wilt dich schon von hinnen machen? Schöne du mein früh- und Abendstern nahe dich und bleibe nicht so fern.

Wenn gleich alle Stern’ am Himmel schienen könten sie mier dennoch wenig dienen Du Alleine bist mein bestes Licht bey dem keine Sonne mier gebricht.

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