Die güldene Sonne
bringt leben und wonne
die finsternüs weicht
der Morgen sich zeiget
die Röthin aufsteiget
der Monde verbleicht.
Nun sollen wier loben
den Höchsten dort oben
daß Er uns die Nacht
hatt wollen behüten
vor schrecken und wüten
der Höllischen macht.
Kommt laßet uns singen
die stimmen erschwingen
zu dancken dem HErrn
Ey bittet und flehet
daß Er uns beystehet
und weiche nicht fern..
Es sey Jhm ergeben
mein Leben und schweben
mein gehen und siehn
Er gebe mier gaben
zu meinem vorhaben
laß richtig mich gehn.
In meinem Studieren
wird Er mich wohl führen
und bleiben bey mier
wird schärffen die Sinnen
zu meinem Beginnen
und öffnen die Thür.