Skip to content
1726–1777

N.A.

Justus Friedrich Wilhelm Zachariä

Du, heiliges Gebirge, sollst also Von Wanderern nicht unbesuchet liegen! Der Himmel schaut, ihr Pilger, mit Vergnügen Die Anbetung, die ihr hier Jesu weiht.

Und sollte nicht der Mensch, voll Dankbarkeit, Dich, Golgatha, mit Thränen netzen, Da alles, was darauf geschah, Für ihn allein geschah?

Für Engel zitterte nicht Golgatha; Für Engel blutete nicht Gottes Lamm, Für Menschen ganz allein starb es am Kreuzesstamm. Und dennoch sehn auch Engel mit Ergetzen,

Auf dies Gebirg, und steigen oft herab, Und singen Lieder um sein Grab. O welche Leiden ohne Zahl Hat dazumal

Der ganze Himmel nicht empfunden, Als Golgatha zerriß, Und Todesfinsterniß Das Auge des Erlösers deckte!

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
N.A. · Justus Friedrich Wilhelm Zachariä · Poetry Cove