Nicht verzweifelungsvoll, oder des süßesten Glücks
Ungewiß, klaget mein zärtliches Herz;
Nein, ich werde geliebt, und nun, da sie mich liebt,
Bin ich doch dreymal unglücklicher noch!
Daphne, liebe mich nicht! Ueber uns hänget voll Nacht
Schrecklich ein eiserner Himmel herab.
Nicht ein gütiger Stral schimmert uns hinter der Nacht,
Furcht und Entsetzen schwebt rund um uns her.
O parteyisches Glück, warum lächelst du nie
Liebender Unschuld und standhafter Treu?
Ists der Zärtlichkeit Loos, immer vom tödtlichen Gram,
Langsam gequälet, das Opfer zu seyn?
Jetzo, da du mich liebst, Daphne, faßt mich mein
Unüberwindlich, wie sprech ich ihn aus!
Ach! du liebest nur den, welchen ein plötzlicher Sturm
Auf den betrügrischen Wellen ergrif;
Grausam schmiß ihn der Sturm von dem zaubrischen
An den verwüsteten Felsen hinan;
Jhn ergreift sein Geschick, ach! und der eiserne Arm
Schmiedet ihn fest an den blutigen Fels.