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1726–1777

Die Wolken .

Justus Friedrich Wilhelm Zachariä

Der bunte Wald verblühte; Die schwüle Sonne glühte: Als ich am kühlen Nachmittag Jm Schatten einer Linde lag.

Da sah ich mit Vergnügen Die leichten Wolken fliegen; Sie flogen nach der Gegend hin, In der ich oft im Geiste bin.

Nach welchem Himmelstheile Fliegt ihr, wie schnelle Pfeile, Rief ich der einem Wolke nach, Die aus der dunkeln Tiefe sprach:

Hoch über diese Hügel Trägt uns des Windes Flügel; Wir kommen von dem Ocean, Und laufen die bestimmte Bahn.

Da sprach ich zu dem Kinde Des Meeres und der Winde: Wie glücklich ziehst du an den Ort Von allen meinen Wünschen fort.

Vielleicht wirst du Selinden Jm heitern Garten finden, Wie sie, von dickem Laub beschützt. An hohen Eichen einsam sitzt.

Schwebt dort auch in den Lüften Ein Heer von schwülen Düften; So mäßige der Sonne Gluth, Daß sie in kühlen Schatten ruht.

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