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1726–1777

Die Vergnügungen der Melancholey.

Justus Friedrich Wilhelm Zachariä

Andre mögen am lächelnden Abend des Sommers Wenn sie am dumpfen Geräusch des murmelnden Ba- Oder das sanftere Roth des streifichten Westens be- Mich ergetzt nur Nebel und Dunkel des blassen De-

Wenn die Schatten sich dann des langen Abends ge- Und ein schimmernder Stral der matten sterbenden Durch den dämmernden Raum, sich bricht: dann laß Von dem Jauchzen des Unsinns, das ietzo mit festlichem

Durch die erleuchteten Zimmer ertönt, dann laß mich Sitzen, allein nur vergnügt an der niedern klagenden Schlummer erweckendem Lied; und laß mich mit mei- In mich gekehrt, den Wechsel der Dinge, die leeren

Und die vergebliche Mühe betrachten, die unsrer Er- Forschen vereitelt, so wie wir die Wüste des Lebens Diese gesegnete Stunde der Stille wird alles das Lä- Schimmernder Thorheit entdecken, das, gleich des li-

Falscher zaubrischer Kunst, die allzusicheren Augen Mit der verborgnen Verblendung getäuscht; den bezau- Uns zu trinken verführt, wodurch die Seele berauschet, Ganz sich vergißt, und der Mensch zum Ungeheuer

Gierig kosten wir ihn, doch in dem frohen Genuße Merken wir nicht die giftigen Hefen, die mit ihm ge-

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