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1726–1777

Die Vergnügungen der Melancholey.

Justus Friedrich Wilhelm Zachariä

O was ist der nichtige Pomp, der Höfe Gepränge? Glücklicher scheint mir sogar der hohe Verbannte, der In Siberiens Wüsten, in alten verfallnen Gemächern Eines hohen Kastells, die langsamen Stunden zurücklegt.

Nichts entdecket sein Blick, als unabsehliche Haiden, Wo ein ewiger Winter den Wagen von Eise dahinrollt. In der Näh auch zeiget sich ihm stets einerley Aussicht, Feste schreckliche Mauern, die dicken dunkeln Basteyen,

Und die hohen Spitzen des Dachs; indessen die Glocke Fern vom höhesten Thurm unwirthbare Wüsten durch- Und mit dem traurigen Schall auch neuen Kummer er- Und doch ist er beglückter, als jener verwöhnte Satrape,

Den er hinter sich ließ in Moskaus goldnen Pallästen, Da in schwelgrischer Ruh und lachenden Freuden zu leben.

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