Jünglinge! die ihr den Kranz unglücklicher Lie-
Welch Vergnügen kan man der süssen Schwermuth
Deren zaubrische Macht den sanfteren Seelen geschmei-
Mahlt uns die stille bezaubernde Lust, bey der redenden
Süssem Gesange zu schmelzen; in sanften thauigten
Durch die Mitternacht hin, mit irrenden Schritten zu
Und dem vertraulichen Mond die Schmerzen der Liebe
Oft vom Vogel der Nacht mit ähnlichen Seufzern be-
Oder im schattichten Wald am dunkeln Bache zu irren,
Und allda die nichtigen Freuden der Welt zu vergessen.
Da indes ein glücklicher Traum die erscheinende Schöne
Vor euch mahlt, — nun hört ihr nicht mehr das Ge-
Und das Auge dringet nicht mehr durch schauernde Gänge
Waldichter Linden, bis etwan im Forst vom fällendem
Oder vom fernen Geklingel der Heerden, und von dem
Eines die Sträuche durcheilenden Stiers, die betroge-
Sich ermuntern, und plötzlich der Traum in die Lüfte
Dieß sind Vergnügen, zu denen mein Herz sich eh-
Als den verblendeten Blick die junge Saphira bezaubert,
Und in schwarzer Entfernung von ihr, mein Leben mir
Schöner als Flora lachte sie mir, wenn Zephyr sie auf-
Und sie schamhaft erröthend aus duftenden Lauben heraus-
Mit den Kränzen von Veilchen und Rosen die Felder
Vor unheiligen Seelen sind diese Vergnügen verborgen,
Und sie kan nur ein Herz, gewöhnt zur Schwermuth, em-