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1726–1777

Die Orgel .

Justus Friedrich Wilhelm Zachariä

Höre den rauschenden Wind in der stillerwartenden Orgel, Die er bereitet zum hohen Gesang! Folge mir, werthester Freund, bis unter die schauern- Heilige ganz dich der frommen Musik!

Himmel! ihr Jubel hebt an. Die hohen harmonischen Brausen zu unserm erstaunenden Ohr. Kraft von dem Himmel hebt mich! So klangen die Hal- Von der Trommeten festlichem Schall.

Unter mir drönet der Grund, und einsame Gräber er- Von dem belebenden Schalle begrüßt. Also, doch mächtiger noch, wird sie der Engel begrüßen, Mit der Posaune des letzten Gerichts.

Wenn nun der Richter erscheint auf einer verblendenden Und in dem Felde der Todten es rauscht; Wenn das belebte Gebein nun, seinem Erwecker gehor- Stimmen der starken Posaune vernimmt.

Und dann der Richter der Welt die Heiligen um sich Oder Verworfne zum Feuer verstößt; Und auf ihr Antlitz alsdann die Thronen und Cherubim Vor dem Allmächtgen in Ehrfurcht gebeugt.

Eben so tönet der Schall durch jubilirende Röhren, Seele, was hebt dich zum Himmel empor? Bist du nicht durch die Gewalt der hohen harmoni- Unter die Chöre der Engel verzückt?

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