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1726–1777

Die Begräbnisse .

Justus Friedrich Wilhelm Zachariä

Steige hinab, o eremitische Seele, Unter den Staub des dich erwartenden Grabes. Scheue du nicht den schwarzen entsetzlichen Anblick Jm dunklem Schattenreich.

Seyd mir gegrüßt, ihr Monumente des Schre- Vor euch erbebt nur die unmännliche Seele, Welche, noch nie dem Gegenwärtgen entrissen, Stets an dem Staube klebt.

Schauernd steh ich — Tief in die traurende Stille Sind sie verhüllt, des Todes öde Gefilde! Auf das Gebein, vor seiner Zerstörung gefürchtet, Tritt des Geringern Fuß.

Siehe! wie prahlt in der betrügrischen Innschrift Vornehmer Grab. Jm stillen Schatten des Ahorns Ruht, ungerühmt vom panegyrischen Marmor, Des Weisen Aschenkrug.

Mich auch empfängt einst eine der schauernden Wenn sich mein Haupt, gleich einer sterbenden Rose, Welcher der Nordwind Unschuld und Purpur geraubet, In dunkle Schatten neigt.

Hier oder da wird mein Gebeine dann schlafen. Glücklich, wenn noch in Thränen die zärtliche Freund- Um mich sich härmt, und meine verlaßne Geliebte Um mich geklaget hat.

Ruhet dann sanft, o ihr entschlafnen Gebeine! Moder und Staub wird euch nur herrlicher machen. Herrlicher noch sollt ihr die zärtlichen Freunde, Und die Geliebte sehn!

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