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1726–1777

Der Morgen.

Justus Friedrich Wilhelm Zachariä

Der Morgen kömmt, mit ihm die Freu- de! O sieh! mit blitzendem Geschmeide Schmückt sich für dich das Feld. Indem du aus dem Meere steigest, Und dich in Pomp den Völkern zeigest, Frohlockt dir eine halbe Welt.

Der ganze Himmel schwimmt in Glanz. Die güldnen Stunden führen ihren Tanz Um dich herum, und grüßen, Sonne, dich! Und alle Sphären klingen;

Und alle Wälder singen; Und alle Harmonien dringen Auf zum Olymp, und grüßen, Sonne, dich. Dir singt die helle Kriegstrompete

Jm waffenvollen Feld; Dir singt des Hirten sanfte Flöte Jm stillen Thal. Dich grüßt, durch feyerliche Lieder,

Der Muselmann, der Heid, und Christ. Doch du, o Christ, weih deine frommen Lieder Nur Jhm, der wundervoll das Nichts gebähren Und Erden schuf, und Sonnen leuchten ließ.

Allmächtger! groß im Sonnenglanz, Und groß in majestätscher Nacht! Verschmäh nicht Morgenopfer ganz Von Sterblichen gebracht.

Jauchzt ihm voll Ehrfurcht, dunkle Wälder! Jauchzt ihm, erwachte frohe Felder! Jauchz' ihm lautwallend, Ocean! Und du, o Mensch, o bet ihn an!

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Der Morgen. · Justus Friedrich Wilhelm Zachariä · Poetry Cove